Produkte und klinische Projekte

Medikamente auf dem Markt:
Eligard®
VeregenTM (Polyphenon® E-Salbe)

Medikamente in der
klinischen Entwicklung:

EndoTAG®-1
RhuDex®
Onkolytische Viren (HSV)

Technologien:
EndoTAG®
Onkolytische Viren (HSV)
Monoklonale T-Zell Rezeptoren
EndoTAG®
EndoTAG greift Tumor-Blutgefäße an

Tumorzellen
Der Tumor sendet Signale zur Bildung neuer Blutgefäße aus.
Endothelzellen teilen sich, das Blutgefäß wächst zum Tumor.
EndoTAG greift die aktivierten Endothelzellen an und zerstört das Gefäß. So wird die Blutzufuhr zum Tumor unterbrochen.
Aushungern von Krebszellen
EndoTAG® setzt direkt an bestimmten Blutgefäßen an, die für das Wachstum eines Tumors erforderlich sind. Werden diese Gefäße, sogenannte Endothelzellen, zerstört, gelangen zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe zur Krebszelle: Der Tumor wird "ausgehungert".

Der Medikamentenkandidat basiert auf Lipiden - das sind Fettmoleküle wie sie auch in der Zellmembran vorkommen - und einem therapeutischen Wirkstoff. In EndoTAG® liegen die Komponenten als sogenannte Lipidkomplexe oder Liposomen vor, die man sich als winzige, hohle Kügelchen (zehntausend mal kleiner als ein Millimeter) vorstellen kann. In diese wird ein therapeutischer Wirkstoff eingeschlossen. Bei EndoTAG®-1 handelt es sich dabei um Paclitaxel®, eine der erfolgreichsten Substanzen im Bereich der Chemotherapie.
Die EndoTAG®-Liposomen sind positiv geladen, lagern sich dadurch gezielt an die negativ geladenen, neu entstehenden Endothelzellen des Tumors an (neovascular targeting) und zerstören diese (vascular disrupting). Dies soll die Nährstoffzufuhr unterdrücken und das weitere Wachstum des Tumors hemmen.

Damit knüpft EndoTAG® am erfolgreichen Therapieansatz der Anti-Angiogenese an (Hemmung der Neubildung von Tumor-Blutgefäßen), bietet jedoch durch das neuartige Wirkprinzip eine innovative Variante. Zudem liegt mit EndoTAG® eine neue, alternative Therapieform zur herkömmlichen Chemotherapie vor. MediGene geht davon aus, dass durch die direkte Zerstörung von Endothelzellen keine Resistenzen gegen den angewandten Wirkstoff entstehen. Damit würde ein häufiges Problem bisheriger Therapieformen gelöst. Auch ist das Prinzip von EndoTAG® voraussichtlich breit einsetzbar und könnte möglicherweise zur Bekämpfung aller solider Tumoren mit eigener Gefäßversorgung geeignet sein. Zudem gibt es deutliche Hinweise auf Synergien zwischen EndoTAG® und Chemotherapeutika in Kombinationstherapien. Dies untersuchte MediGene in einer Phase II-Studie zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs. 2007 weitete MediGene die Entwicklung von EndoTAG®-1 aus und startete eine große Phase II-Studie zur Behandlung von hormonresistentem Brustkrebs.

Ausblick:
Als Ergebnis der Phase II-Studie zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs konnten wir Ende März 2008 exzellente Wirksamkeitsdaten vorweisen. Die Studie zeigte deutlich längere Überlebenszeiten bei Patienten, die mit EndoTAG®-1 in Kombination mit dem Standardtherapeutikum Gemcitabin behandelt wurden, gegenüber Patienten, die lediglich Gemcitabin erhielten. Die mediane Überlebenszeit der mit der höchsten Dosis von EndoTAG®-1 behandelten Patienten erhöhte sich um durchschnittlich 30 % gegenüber der Vergleichsgruppe. Das aus der Zwischenanalyse bekannte positive Sicherheitsprofil von EndoTAG®-1 bestätigte sich in dieser Studie ebenso wie der positive Einfluss auf die Lebensqualität der Patienten. Eine vollständige Auswertung der Daten der Phase II-Studie zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs wird MediGene im vierten Quartal 2008 veröffentlichen. Die Ergebnisse der Studie zur Behandlung von Brustkrebs erwarten wir für 2009. Bei erfolgreicher Weiterentwicklung des Produkts bietet EndoTAG®-1 ein Milliardenpotenzial.
EndoTAG® ist ein Markenzeichen der MediGene AG