Produkte und klinische Projekte

Medikamente auf dem Markt:
Eligard®
VeregenTM (Polyphenon® E-Salbe)

Medikamente in der
klinischen Entwicklung:

EndoTAG®-1
RhuDex®
HSV (NV1020, G207)

Technologien:
EndoTAG®
HSV (NV1020, G207)
HSV (NV1020, G207)
Tumorzerstörung durch HSV
1) HSV werden direkt in das Tumorgewebe eingespritzt.
2) In den Tumorzellen vermehren sich die Viren.
3) Die Tumorzellen werden zerstört, normale Zellen bleiben verschont.
4) HSV verweilen in einem Ruhezustand.
Viren als Krebskiller
MediGene entwickelt krebszerstörende, sogenannte onkolytische Viren zur Behandlung unterschiedlicher Krebsarten. Es handelt sich dabei um bestimmte Herpes-Simplex-Viren, kurz HSV, die allgemein als Verursacher von Lippenbläschen bekannt sind. MediGene verwendet diese Viren jedoch in einer modifizierten und "entschärften" Form, um sie für den therapeutischen Einsatz beim Menschen nutzbar zu machen: Hierfür wurden bestimmte Gene der Viren ausgeschaltet, die es diesen normalerweise ermöglichen, sich in gesunden Zellen zu vervielfältigen und sie dadurch zu zerstören. Durch diese gentechnologische Veränderung können sich die HSV nur noch in Tumorzellen fortpflanzen. Denn nur Krebszellen bieten ihnen die geeignete Umgebung, die den Verlust der entnommenen viralen Gene ausgleicht. Die Folge: MediGenes Herpes-Simplex-Viren vermehren sich gezielt in Tumorzellen und zerstören diese, ohne gesundes Gewebe zu schädigen.

Wenn sich diese Hypothese bestätigt, werden onkolytische HSV gezielter und effizienter wirken als herkömmliche Krebsbehandlungen, ohne dabei schwere Nebenwirkungen hervorzurufen. Auch könnten HSV eine therapeutische Alternative bei Tumoren bieten, die nicht operativ entfernt werden können oder eine Resistenz gegen Chemo- oder Strahlentherapie entwickelt haben. Zudem werden mögliche Synergien durch die Behandlung von HSV in Kombination mit Standardtherapien untersucht.

Erste klinische Phase I-Studien mit Krebspatienten haben bereits ermutigende Ergebnisse gezeigt: Seit 2004 untersucht MediGene den Virus NV1020 in einer weiterführende Phase I/II-Studie gegen Lebermetastasen, die aus Dickdarmkrebs entstehen. NV1020 wird in dieser Studie mit einer Standard-Chemotherapie kombiniert. 2005 begann eine Phase I-Studie mit einem weiteren HSV, G207, zur Behandlung von bösartigen Hirntumoren. MediGene kooperiert dabei mit der University of Alabama in Birmingham. Das Programm wird wesentlich durch das Spitzenforschungsprogramm SPORE des National Cancer Institute gefördert.

Ausblick:
MediGene plant, die NV1020-Studie 2007 abzuschließen. Zwischenergebnisse sollen Ende 2006 veröffentlicht werden. Die G207-Studie wird plangemäß fortgeführt.