Produkte und klinische Projekte

Medikamente auf dem Markt:
Eligard®
VeregenTM (Polyphenon® E-Salbe)

Medikamente in der
klinischen Entwicklung:

EndoTAG®-1
RhuDex®
Onkolytische Viren (HSV)

Technologien:
EndoTAG®
Onkolytische Viren (HSV)
Monoklonale T-Zell Rezeptoren
Lösliche T-Zell-Rezeptoren (mTCR)
Krebs, Autoimmunerkrankungen
Eine neue Generation antigen-spezifischer Wirkstoffe
MediGenes monoklonale T-Zell-Rezeptoren (mTCR) sind darauf ausgerichtet, bestimmte Abläufe des Immunsystems zu aktivieren bzw. zu unterbinden, um so eine Vielzahl von Krankheiten zu bekämpfen. Die mTCR-Technologie ermöglicht es, bei der Bekämpfung von Krebs- und Autoimmunerkrankungen an ganz neuen Stellen anzusetzen. Sie macht die Rezeptoren der so bedeutsamen T-Zellen erstmals für therapeutische Anwendungen nutzbar.

Ähnlich wie Antikörper, die sich bereits in der Krebstherapie etabliert haben, zielen T-Zell-Rezeptoren auf Antigene. Dies sind Merkmale, die vom Immunsystem erkannt werden, meist um damit eine Erkrankung anzuzeigen. Während Antikörper jedoch nur Antigene außerhalb der Zelle erreichen, können mTCR auch Antigene identifizieren, die aus dem Zellinneren stammen. Damit geht das therapeutische Potenzial von mTCR weit über das von Antikörpern hinaus. Denn etwa drei Viertel der Antigene, an denen Krebszellen erkannt werden könnten, befinden sich nur im Inneren der Zellen.

Im Gegensatz zu den körpereigenen T-Zell-Rezeptoren, die an der Oberfläche der T-Zellen verankert sind, bewegen sich mTCRs frei im Körper. Diese löslichen T-Zell-Rezeptoren werden mit verschiedenen Proteinen verbunden, um ihnen Funktionen zur Steuerung des Immunsystems zu verleihen. Eine solche Fusion aus T-Zell-Rezeptor und einem Funktions-Protein dient als künstlicher Adapter, der bestimmte Komponenten des komplexen Immunsystems zusammen bringt, um eine Erkrankung zu bekämpfen.

Ein Beispiel aus der Krebstherapie: Der mTCR-Medikamentenkandidat EsoDex® ist ein solcher Adapter, der Tumorzellen erkennt und Killerzellen des Immunsystems den Weg weist. Diese können das Tumorgewebe angreifen und zerstören.

Bei manchen Erkrankungen sollen bestimmte Zellen aber auch geschützt statt bekämpft werden. Das bewirkt zum Beispiel der mTCR HiDex®, der zur Therapie von insulinabhängigem Diabetes eingesetzt werden soll. Dieser Adapter erkennt die wenigen, Insulin produzierenden Zellen, die der Patient noch hat. Statt Killerzellen zu aktivieren, schützt HiDex® diese wertvollen Zellen. So soll eine Grundversorgung mit Insulin erhalten bleiben.
Es sind also zwei Eigenschaften, die MediGenes T-Zell-Rezeptoren so innovativ machen: Einerseits die zahlreichen neuen Möglichkeiten, um bestimmte Zellen wie Krebszellen zu identifizieren, andererseits die vielfältigen Wirkmechanismen, die sie vermitteln können.

mTCR wurden von der Firma Avidex in Abingdon/Oxford entwickelt. Mit der Übernahme von Avidex hat MediGene 2006 sämtliche Rechte an dieser Technologie erworben. Seit 2006 besteht auch eine Forschungspartnerschaft mit Sanofi-Pasteur. Während MediGene die Technologie zum therapeutischen Einsatz entwickelt, nutzt der Impfstoffhersteller die Möglichkeiten der mTCR, um seine Impfstoffe zu prüfen.

Ausblick:
Mehrere auf der mTCR-Technologie basierende Produktkandidaten, wie EsoDex® und HiDex®, befinden sich derzeit im Forschungsstadium. Im Rahmen einer Fokussierung der Forschung erwägt MediGene die Finanzierung dieser vielfältigen Projekte durch externe Investoren, vorzugsweise durch eine Ausgründung in ein eigenständiges Forschungsunternehmen, an dem MediGene als Gesellschafter beteiligt bleiben will.
mTCRs erkennt Antigene

m TCRs erkennt Antigene , , die an der Oberfläche von Zellen präsentiert werden.
Je nach Typ des mTCR kann er unterschiedliche Effekte vermitteln:
1) EsoDexTM vermittelt die Vernichtung von Tumerzellen.
2) HiDexTM schützt insulinproduzierende Zellen vor der Vernichtung.


EsoDex® und HiDex® sind Marken der MediGene Ltd.