Indikationsgebiete
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Prostatakrebs entsteht in Zellen der Vorsteherdrüse (Prostata). Diese Drüse umschließt beim Mann den Anfangsbereich der Harnröhre und bildet einen Teil der Samenflüssigkeit. Mit rund 25.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland und 180.000 in den USA ist das Prostatakarzinom nach Lungenkrebs die zweithäufigste Ursache für Krebstod bei Männern. Die üblichen Behandlungsmethoden bei lokalisierten Tumoren sind operative Entfernung und Bestrahlung. Bei Patienten mit metastasierendem Prostatakrebs wird eine Androgen unterdrückende Therapie angewendet, die den Testosteronspiegel senkt. Die relative 5-Jahresüberlebensrate für Patienten, deren Prostatakrebs zum Zeitpunkt der Diagnose noch lokalisiert ist, liegt bei fast 100%. Die 5-Jahresüberlebensrate für Patienten mit weit gestreuten Tumoren ist mit 33% allerdings signifikant geringer.

Glioblastome sind bösartige Tumore der Glia-Zellen, die im Zentralen Nervensystem (u.a. Gehirn) als Stütz- und Hüllgewebe fungieren. Glioblastome sind die aggressivste Form aller Krebsarten, die Glia-Zellen betreffen. Allein in den USA und Europa treten pro Jahr schätzungsweise 25-30.000 Fälle von bösartigen Gehirntumoren (meistens Glioblastome und Sekundär-Metastasen) auf. Die herkömmlichen Behandlungsmöglichkeiten, (Teil)-Entfernung mit anschließender Bestrahlung, sind nur sehr begrenzt wirksam, da die Tumore nach der herkömmlichen Behandlung regelmäßig wieder auftreten. Die Überlebenszeit, auch nach einer Behandlung, bewegt sich im Bereich von wenigen Monaten.

Lebermetastasen sind sekundäre Lebertumore aus in der Leber angesiedelten entarteten Zellen (Krebszellen) anderen Ursprungs, z.B. Tochtergeschwülste von Tumoren am Dick- und Enddarm. Bei ca. 50-75 % der Patienten bei denen Dickdarmkrebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wurde, werden auch Lebermetastasen festgestellt. Damit ist Dickdarmkrebs die häufigste Ursache von Lebermetastasen. Die Therapie zur Behandlung von Lebermetastasen hängt wesentlich auch von den Behandlungsmöglichkeiten des Primärtumors ab und umfasst in den meisten Fällen eine Leberteilentfernung sowie eine mögliche Chemotherapie. Insgesamt sind die derzeitigen Therapiemöglichkeiten jedoch nicht zufriedenstellend. Sie bewirken in den meisten Fällen lediglich eine zeitlich begrenzte Besserung der Erkrankung. Die Lebenserwartung bei Patienten mit unbehandelten Lebermetastasen liegt bei 18 Monaten. Insgesamt erkranken in Europa und Nordamerika jährlich ungefähr 180.000 Personen an Lebermetastasen aufgrund von Dickdarmkrebs.

Genitalwarzen sind Tumore, die von den bestimmten Humanen Papillom-Viren (HPV) verursacht werden. Die Tumore sind nicht bösartig, entstellen jedoch den äußeren und inneren Genitalbereich sowie den Analbereich und können schmerzhaft sein. Genitalwarzen sind eine der am schnellsten zunehmenden sexuell übertragbaren Krankheiten der Welt. 14 Millionen Menschen in Nordamerika und Europa leiden an der Krankheit, von denen gegenwärtig nur etwa 3 Millionen in Behandlung sind. Es wird angenommen, dass 10% bis 20% der sexuell aktiven Amerikaner mit HPV infiziert sind, was in den USA zu jährlich 750.000 neuen Fällen von Genitalwarzen führt. Die Behandlung von Genitalwarzen umfaßt derzeit meistens operative oder chemische Verfahren, die oft mit Schmerzen, der Zerstörung von Gewebe, Narbenbildung und örtlichen Hautreaktionen wie Brennen und Jucken verbunden sind. Ein weiteres Problem ist das erneute Auftreten der Warzen nach Ende der Behandlung.

Aktinische Keratosen sind Verhornungsstörungen der Haut, die bei übermäßiger Sonneneinwirkung entstehen und sich zum bösartigen Stachelzellhautkrebs (Spinaliom) entwickeln können. Wissenschaftliche Untersuchungen geben Hinweise darauf, dass auch Infektionen mit bestimmten Humanen Papillom-Viren (HPV) bei der Entstehung und Entwicklung von Hauttumoren wie Aktinischer Keratose beteiligt sein können.

Rheumatoide Arthritis (RA) ist eine chronische Systemerkrankung des Bindegewebes, von der über 1 % der Weltbevölkerung betroffen ist. RA befällt vorwiegend die Gelenke und führt zu Deformierungen sowie Bewegungseinschränkungen. Frauen sind von RA ca. 3 mal häufiger betroffen als Männer. Auftreten kann die Erkrankung in jedem Lebensalter, am häufigsten zwischen dem dreißigsten und fünfzigsten Lebensjahr. Die Symptome der Arthritis sind unterschiedlich stark ausgeprägt: meist Schwellung, Schmerz, Bewegungseinschränkung, nicht selten Versteifung.

Hormonunabhängiger Brustkrebs Der Kampf gegen Brustkrebs ist unverändert eine der größten medizinischen Herausforderungen. Nach aktuellen Schätzungen ist im Jahr 2006 allein in den USA mit 213.000 Neudiagnosen und 41.000 Todesfällen infolge von Brustkrebs zu rechnen. Mit einem Anteil von 31% stellt Brustkrebs die mit Abstand häufigste Krebsform bei Frauen dar. Ähnliche Zahlen sind für Europa und andere entwickelte Länder zu erwarten. Bösartige Brusttumoren, die weder Östrogen-/Gestagenrezeptoren noch HER-2-Rezeptoren aufweisen, werden als "rezeptor-negativer" Brustkrebs bezeichnet. Zu dieser Untergruppe gehören etwa 15 - 20 % aller Brustkrebsfälle. Für Patientinnen mit dieser Form von hormonunabhängigem Brustkrebs gibt es kaum geeignete Therapien, da herkömmliche antihormonelle oder gegen den HER-2-Rezeptor gerichtete Behandlungen nicht angewandt werden können. Bei einem Rückfall nach der initialen Operation verbleibt als einzige Behandlungsmöglichkeit eine Chemotherapie, wobei auch hier nur eine beschränkte Zahl von Therapeutika in Frage kommt.

Pankreaskarzinom: Mit etwa 32.000 Neuerkrankungen in den USA und etwa der gleichen Anzahl von Todesfällen ist das Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs) die vierthäufigste tumorbedingte Todesursache. Nur 5 bis 25 Prozent der neu diagnostizierten Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnosestellung noch operabel. Aufgrund der extrem aggressiven Verlaufsform der Erkrankung sowie der unbefriedigenden systemischen Therapiemöglichkeiten beträgt die mittlere Überlebenszeit nur etwa 6 Monate. Nach einem Jahr leben noch etwa 19 Prozent der Patienten, nach fünf Jahren sind es sogar nur noch 4 Prozent. Damit ist das Pankreaskarzinom eine der aggressivsten Krebserkrankungen überhaupt und stellt eine enorme Herausforderung in der Onkologie dar. Entsprechend hoch ist daher der Bedarf an neuen Therapieansätzen zu seiner Behandlung.